Geschichte der Terpsy on the Rocks im SVA

oder:

Rock´n´Roll MACHT SÜCHTIG

Aus ganz kleinen Anfängen wurden ganz große Erfolge:

Im Jahr 1988 gründete Manfred Mayer die Abteilung Tanzen (Rock’n’Roll) „Terpsy on the Rocks“. Bei der Einweihung des Sportgeländes im Jahr 1989 und der Fahnenweihe 1993 konnten sich die Anzinger erstmals von den Fortschritten der jungen Abteilung überzeugen. Unter Tini Jana wurde eine Jugendabteilung gegründet und mit Melanie Rauch und Andreas Widholz nahm erstmals ein junges Paar an Turnieren teil. Ihre Trainer Tini Jana und Robert Obermeier holen sich als Tänzer mit der Formation des 1. Münchner Rock’n’Roll Clubs im TSV Haar in den Jahren 1994-1996 dreimal den Weltmeistertitel.

Zum zehnjährigen Jubiläum der Abteilung und dem 50-jährigen des Sportvereins im Jahr 1998 organisierte Robert Obermeier, nie um ausgefallene Ideen verlegen, mit Ehefrau Tini ein besonderes Ereignis: Die Abteilung führte das Musical „Rock’n’Roll Kisses“ auf. Der große Erfolg war für alle überraschend und überwältigend – das Musical wurde ein Jahr später wiederholt.

Während der Proben hatte Obermeier den nächsten Einfall: „Wir starten mit einer Formation bei Turnieren.“ Gesagt, getan: Tini Jana-Obermeier kümmerte sich neben dem Training noch um Choreografie und Kostüme, Robert Obemeier um die Musik. Im Herbst 1998 nahm die Formation „Rock’n’Roll Kisses“ an ihrem ersten Turnier teil. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft erzielten sie mit dem achten Platz ein zufriedenstellendes Ergebnis.

2001 gewannen die Anzinger ihre erste Deutsche Meisterschaft. Weitere DM-Titel Anzinger Formationen folgten 2002, 2003, 2005, 2007, 2008, 2009 und 2010 in der Erwachsenen- und gleichzeitig und erstmals in der Jugendklasse – insgesamt neunmal also. Außerdem sind die „Kisses“ die erste deutsche Formation, die einen doppelten Salto zeigt.

2002 folgte der internationale Durchbruch, als die „Rock’n’Roll Kisses“ den ersten Weltmeister-Titel nach Anzing holten. Weitere folgten auch hier – zum Teil mit der Nachfolgeformation „Rock’n’Roll DreamTeam“ – in den Jahren 2003, 2006, 2007 und 2008 schließlich in der Höhle des Löwen in St. Petersburg. 2001 und 2004 landeten sie zudem auf dem zweiten Platz. Hinzu kamen nebenbei noch zwei Europameistertitel in den Jahren 2003 und 2005 und zweite Plätze 2003 und 2008. Bei der WM 2009 schafft das DreamTeam einen 3. Platz.

 

Auch die Nachwuchsmannschaften haben bei vielen Turnieren stolze Erfolge eingefahren.

Die „Kleinen Feiglinge“ schaffen es bis zum Deutschen Vizemeister 2002 und auf Platz vier bei der Weltmeisterschaft. Im Jahr 2003 durften sie mit Sondergenehmigung in die Masterklasse der Erwachsenen aufsteigen (6 - 8 Paare) und machten mit tollen vierten Plätzen bei der Deutschen Meisterschaft und der WM 2004 in Riesa, der Deutschen Meisterschaft 2005 und mit dem zweiten Platz bei der Europameisterschaft in Poing 2005 auf sich aufmerksam.

Bei ihrer einzigen Junioren-WM 2007 in Ingolstadt erreichten die „D’AnzingStars“ einen guten siebten Platz. Als erste Anzinger Jugendformation holten die „Wild16“ bei ihren Wettkämpfen im Jahr 2010 vier erste Plätze nach Anzing, wird Deutscher Meister 2010 und steht damit national auf Ranglistenplatz 1 und qualifizierten sich damit für die Weltmeisterschaft im eigenen Haus.

Ja, im eigenen Haus, denn Tini und Robert Obermeier schafften es, nach der Europameisterschaft der Formationen (2005) nun auch die Weltmeisterschaft 2010 als Ausrichter nach Anzing zu holen. Da es allerdings in der Umgebung keine Sporthalle gab, in der dieses Turnier durchgeführt werden konnten, wichen die Anzinger nach Unterschließheim aus.

Der SVA trat mit fünf Mannschaften an, vier davon kamen in das Finale ihrer jeweiligen Kategorie: Bei den Junioren wurde die jüngste Formation „Rockers Club“ Siebter, während die „Wild16“ einen hervorragenden dritten Platz belegten. Beide Teams traten zum ersten Mal international an. Bei den Senioren landeten die „DreamStars“ auf Platz sechs, das „DreamTeam“ musste sich nur knapp dem russischen „Kontinent“ geschlagen geben und wurde Vize-Weltmeister. Der SV Anzing mauserte sich also zum erfolgreichsten Rock´n´Roll-Formationstanzsportclub in Deutschland. Zahlreiche Tänzer wurden zudem schon vom Bundespräsidenten mit dem Silbernen Lorbeerblatt für internationale Erfolge über lange Zeit ausgezeichnet.

 

2011 treten die Anzinger Tänzer mit 6 Mannschaften bei Turnieren an: Zwei in der Masterklasse, drei in der Schülerklasse und eine in der Kategorie Freedance-Jugend.

Fortsetzung folgt..!